Ein gerechter Gott?

“Das ist nicht fair! Das ist ungerecht! Schiedsrichter raus!” - Entrüstet brüllen die Zuschauer, als ein Spieler im Strafraum zu Fall kommt und der Pfiff des Schiedsrichters ausbleibt. Bei einem Fußballspiel oder anderen Sportveranstaltungen wird es mit Sicherheit immer mal wieder Situationen und Entscheidungen geben, die die Sportler oder auch wir als Zuschauer als krasse Fehlentscheidung wahrnehmen werden. „Stefan und Markus im GleichschrittDas ist nicht fair!“ – sagen wir, wenn jemand uns verletzt und keiner das ahndet. Wir fühlen uns ungerecht behandelt und benachteiligt, auch wenn da niemand gegen ein Gesetz verstoßen hat. Aber ganz tief in uns drin, da kocht es, und wir sind so richtig wütend. Möchten es den anderen dann auch oft so richtig heimzahlen! „Das ist nicht fair!“ – sagen wir, wenn wir in eine schlimme Sache schliddern oder uns ein Schicksalsschlag wie ein Blitz aus heiterem Himmel trifft. Andere, die es möglicherweise viel eher verdient haben, bleiben verschont. Aber wir sind betroffen! „Warum gerade ich? Warum lässt Gott das zu?“ Diese quälende Frage treibt viele um, wenn es ihnen so richtig dreckig geht. Das ist eine so schwere Frage, dass sich oberflächliche und platte Antworten verbieten. Mir helfen als Christ folgende Gedanken: Manche Probleme schaffe ich mir selbst. Dafür muss ich dann auch die Konsequenzen tragen! – Ein Alkoholiker kann sich buchstäblich zu Tode saufen! Ein Mensch, der immer nur fetthaltige Speise verschlingt, muss sich nicht wundern, wenn er irgendwann einen Herzinfarkt kriegt. Deshalb – eine Bemerkung zwischendurch – ist die Fastenzeit, in der wir gerade leben, eine durchaus nützliche und gesundheitsfördernde Sache! Also: Manche schlimmen Folgen müssen nicht sein, wenn ich die Probleme vorher ausräume! – Und dann: Könnte ich es tatsächlich ertragen, wenn ich haargenau wüsste, warum dieses oder jenes Unglück eingetroffen ist?2010 in B'grün - fast jeder spielte mit ... Könnte es nicht auch sein, dass ich bei einer Antwort auf diese quälende Frage noch verzweifelter würde? Es ist so vielleicht ganz gut, dass wir nicht alles wissen! Natürlich bleiben dann manche Rätsel tatsächlich ungelöst. Ich finde keine Antwort, erkenne keinen Sinn. Dann tröstet mich als Christ der Gedanke, dass Gott gerecht ist. Die Bibel sagt: „Herr, du bist gerecht und deine Entscheidungen sind richtig.“ Zu seiner Zeit wird er als Schiedsrichter jede Ungerechtigkeit richten – die, die mir widerfahren ist, aber auch die, die ich begangen habe. Wenn er denn Gott ist, dann will ich glauben, dass sein Maßstab wirklich absolut gültig ist. Ich wünsche Ihnen in dieser vor-österlichen Zeit, dass Sie ins Staunen geraten und bei allen Fragen und Zweifeln spüren, dass Gott es immer gut mit Ihnen meint.

Scheidungskosten als außergewöhnliche Belastung?

Kurios: Das Niedersächsische Finanzgericht hat beschlossen, dass Scheidungskosten nicht mehr als außergewöhnliche Belastungen beim Finanzamt anerkannt werden. Das Argument: Scheidungen sind einfach nicht mehr außergewöhnlich. Laut Statistischen Bundesamt gibt es grad mal doppelt soviel Eheschließung wie Ehescheidungen. Da kann man wirklich nicht mehr von außergewöhnlich sprechen …
Ob dadurch weniger Ehen auseinander gehen, bezweifle ich jedoch stark. In der heutigen Zeit hat man verlernt, sich richtig zu streiten ohne gleich Auseinanderzugehen. Was denkst Du darüber? Schreib doch Deinen Kommentar.