Das Geheimnis der Sonnenblume

Kennen Sie das Geheimnis der Sonnenblume? – Und dass dieses Geheimnis auch mit unserem Leben zu tun hat? Es ist ein Geheimnis, das uns durch die Jahreszeiten begleitet, aber eigentlich auch durch alle Zeiten unseres Lebens. Die folgende Geschichte lässt uns verstehen, was es mit der Sonnenblume und uns auf sich hat.
Die Sonnenblume ist ja eine typische Sommerpflanze. Vielleicht haben Sie ja auch eine oder ein paar davon im Garten. So wie die, die seit einigen Tagen vor Rolands Haus blühen. „Jede Sonnenblume hat ein Geheimnis“, sagt die Mutter. „Ich bin ja mal gespannt, ob du das raus kriegst!“ – Oft steht Roland seitdem im Garten und sieht sich die Blumen an. Er berührt ihre Blätter und stellt fest, dass sie ganz rau sind. „Ist es ihre Oberfläche?“ fragt Roland. „Nein, sagt die Mutter, „das ist nicht das Geheimnis!“ – Später holt sich Roland einen alten Stuhl, stellt sich darauf und guckt in den Blütenkelch. Dabei sieht er, dass die Sonnenblume aus vielen kleinen Blüten besteht. „Jetzt habe ich es herausgefunden!“, lacht er und rennt schnell zu seiner Mutter. „Ich habe das Rätsel der Sonnenblume gelöst!“ ruft er. Aber wieder schüttelt sie den Kopf.
sonnenblumeNach der Schule kann Roland es nun gar nicht erwarten nach Hause zu kommen. Er will das Geheimnis doch unbedingt herausfinden. Mittlerweile regnet es, aber das kriegt Roland gar nicht so mit. Wieder huscht er in den Garten und bemerkt etwas Merkwürdiges. Während alle anderen Blumen ihre Blüten geschlossen haben, um sich vor dem Regen zu schützen, ist die Blüte der Sonnenblume weit geöffnet. Und dann noch etwas: Der geöffnete Blütenkelch schaut in Richtung der Sonne, die sich hinter den Wolken versteckt hat. Es ist so, als ob die Sonnenblume den Jungen anstrahlt und sagen will: „Sei nicht traurig, dass es regnet. Die Sonne scheint trotzdem, nur siehst du sie nicht!“ – Und auf einmal ist Ronald ganz fröhlich. Er stürmt zur Mutter und sagt: „Sie bleibt immer offen, auch bei Regen. Sie strahlt jeden an, der sie anschaut, den Fröhlichen und den Traurigen. Es ist so, als wolle sie sagen: ´Vergiss nicht, es scheint auf jeden Fall die Sonne – in hellen wie in trüben Tagen.`“ – „Ja“, sagt die Mutter, „du hast es erraten. Das ist ihr Geheimnis. Und genauso ist es auch in unserem Leben!“ – „Wieso?“, fragt Roland. – „Nun, was du eben an der Sonnenblume entdeckt hast, erleben wir Menschen auch jeden Tag mit Gott. Er schaut uns an, will uns zeigen, wie lieb er uns hat. Er ist immer für uns da. Auch wenn wir mal traurig sind, ist Gott doch anwesend, auch wenn wir meinen, dass er sich verborgen hält. Die Sonnenblume erinnert uns daran, dass Gott uns Freude geben und es warm und hell in unserem Leben machen will.“ Mir fällt dazu ein Satz aus der Bibel ein: „Lies nach …“ Mögen Sie mit dieser Ermutigung gut durch die Sommerzeit kommen!

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