Ein kerniges Brot essen und schmecken

Im Oktober wird in der Regel das Erntedankfest gefeiert. Viele Menschen danken Gott und den Bauern für eine gute Ernte und dass sie genug zu essen haben. Jedenfalls in den reichen Industrienationen ist das so. Brot zählt dabei zu den Grundnahrungsmitteln. An die 1000 verschiedene Brotsorten soll es allein in Deutschland geben. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Brot – und andere Nahrungsmittel auch – stillt unseren Hunger. So ein gerade aus dem Ofen kommendes knuspriges frisches Brot ist schon eine Delikatesse! Zugleich kennen wir aber auch einen seelischen Hunger – nach Liebe, nach Gerechtigkeit, nach Frieden. In der Religionsgeschichte war das Brot auch immer ein Symbol für die Lebensfülle. Obwohl wir wissen, dass es auch unserer Seele oft gut geht, wenn wir uns körperlich wohlfühlen, können wir unsere inneren Sehnsüchte nicht stillen, wenn wir ein ganzes Brot in uns hinein stopfen. In der Bibel gibt es einen interessanten Ausspruch von Jesus Christus:

„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, der wird nicht hungrig bleiben.“ (Johannes 6, 35). Damit lädt Jesus Christus ein, sich an ihn zu wenden, wenn man Lebenshunger hat. Viele Christen können bezeugen, dass sie Glück und Zufriedenheit aus der Beziehung zu Gott schöpfen. In allen Kirchen wird das besonders deutlich, wenn die Leute Abendmahl feiern. Sie nehmen ein Stückchen Brot, essen und schmecken und empfinden dabei eine besondere Dankbarkeit und Nähe zu Jesus Christus. Fangen Sie doch auch mal an, mit nachfolgendem Rezept eine neue, bewusste Bekanntschaft mit dem Brot zu machen. Es ist kernig im Geschmack, gesund und nahrhaft, und es lässt uns wieder hören, riechen, tasten, sehen, schmecken und danken.

In diesem Sinne guten Appetit und ein dankbares Herz!
Und wir feiern am 05.10.2014 Erntedank, herzliche Einladung!

brotDinkel-Brot
Grundrezept

Zutaten ergeben 2 Kastenformen:
1 kg. Dinkelmehl
2 Päckchen Trockenhefe
450 ml warmes Wasser
1-2 EL Honig
4 EL Obstessig
3 TL Salz
1/2 l Buttermilch

Das Mehl mit der Hefe vermischen. Honig, Salz und Obstessig im lauwarmen Wasser auflösen und mit dem Mehl gut verrühren. Den Teig in gefettete Kastenform füllen, die zuvor mit Haferflocken, Sesam oder anderen Körnern ausgestreut wird. Danach in den kalten Backofen schieben. Bei 200° 1 Stunde backen, plus weitere 30 Minuten bei 150°.

Predigten aus der Wendezeit

Leser und Leserinnen von DIE GEMEINDE kennen bereits die Artikelreihe zu den Predigten aus der Wendezeit. Pastor Reinhard Assmann hatte Pastoren unseres Bundes, die vor 25 Jahren in DDR-Gemeinden ihren Dienst taten, darum gebeten, ihre Predigten zu veröffentlichen, in denen sie die politische und gesellschaftliche Situation im Jahr 1989 aufgriffen.
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